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Ist die Sanierung des „Haus des Gastes“ an der Eutiner Stadtbucht unbezahlbar?

Add to Flipboard Magazine. 21. September 2016 | Von Redaktion | Kategorie: Eutin, Schleswig-Holstein, Tourismus

Foto: Christa Maria Hillebrand(CIS-intern) – Von Horst Schinzel Anfang der Siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde an reizvoller Stelle der Stadtbucht des Großen Eutiner Sees wie vielfach anderen Ortes von dem örtlichen Architekten Udo Stücker ein „Haus des Gastes“ erbaut. Die Zeiten änderten sich und mit ihnen der Bedarf für den Tourismus. Lese- und Fernsehräume wurden nicht mehr gebraucht. Und damit wurde das Haus immer weniger gepflegt. Heute ist es eigentlich abgängig. 2013 beschlossen die Ausschüsse der Eutiner Stadtvertretung, das Gebäude abreißen zu lassen.

Foto: Christa Maria Hillebrand

Dagegen bildete sich eine Bürgerinitiative, die im Februar 2015 einen Bürgerentscheid erreichte, der einen Abriss verbot. Dessen Sperrwirkung läuft bis Februar 2017. Die Bürgerinitiative besteht fort und hat für 2017 einen zweiten Bürgerentscheid angekündigt, der die Stadtverwaltung zu einer Sanierung des Gebäudes zwingen soll. Dabei ist sie von Kosten von 300.000 Euro ausgegangen.

Dass die Sanierung dafür nicht zu haben ist, zeigt ein jetzt von der Stadtverwaltung vorgestelltes Gutachten eines Lübecker Architektenbüros. Das hat Kosten von 2,84 Millionen Euro errechnet. Hintergrund dieser enormen Kosten sind der verwinkelte Bau an sich, völlig veralterte Sanitäranlagen und die Forderungen modernen Brandschutzes. Ohnehin empfiehlt der Gutachter, den kaum vernünftig nutzbaren Anbau abreißen zu lassen.

Die Bürgerinitiative ist von diesen Zahlen kalt erwischt worden. Deren wesentliche Sprecher Malte Tech – von Beruf Architekt – hält diese Zahlen für völlig überhöht. Er will ein neues Gutachten beschaffen, dass es für wesentlich billiger geht. Erst einmal muss die Bürgerinitiative mit den Zahlen der Stadt die für einen neuen Bürgerentscheid erforderlichen 1 312 Unterschriften sammeln. Mit denen könnte dann am 7. Mai 2017 zusammen mit den Landtagswahlen der für die Stadt 50.000 Euro teure Bürgerentscheid stattfinden.



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