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Hochwasserkatastrophe Lauenburg – Keine Überflutungsgefahr in Krümmel

Add to Flipboard Magazine. 5. Juni 2013 | Von Redaktion | Kategorie: Nachrichten, Neumünster, Schleswig-Holstein

(CIS-intern) – Für das Kernkraftwerk Krümmel besteht angesichts der zu erwartenden Hochwassersituation an der Elbe keine Überflutungsgefahr. Das teilte die Atomaufsicht im schleswig-holsteinischen Energiewendeministerium heute (5.6.2013) in Kiel mit. Die Atomaufsicht nannte hierfür folgende Argumente:
Das Hochwasser der Binnenelbe wird voraussichtlich Mitte der kommenden Woche seinen Scheitelpunkt erreichen. Nach gegenwärtiger Abschätzung wird am 12.Juni am Pegel Hohnstorf ein Hochwasserstand von 10,35 Meter NN erwartet. Durch das Solgefälle der Elbe und die Verbreiterung des Elbstroms nimmt der Pegelstand allerdings bis zum Standort Geesthacht / Krümmel um etwa zwei Meter ab. Am Kernkraftwerk Krümmel ist daher für nächste Woche mit einem maximalen Pegel von 8,35 Meter NN zu rechnen.

Foto: Hurry / pixelio.de

Das Gelände des Kernkraftwerks Krümmel ist ohne zusätzliche Hochwasserschutzmaßnahmen überflutungssicher bis zu einem Elbwasserstand von 8,50 Meter. Allerdings werden bereits ab einem Elbwasserstand von 7,80 Meter NN am Standort zusätzliche gestaffelte Schutzmaßnahmen wie das Schließen von Hochwasserschutztüren und das Setzen von sogenannten Dammtafeln getroffen. Atomaufsicht und Betreibergesellschaft stehen dazu in ständigem Kontakt und können jederzeit reagieren. Diese Maßnahmen bieten Schutz bis zu einem Elbwasserstand von 9,70 Meter NN.

Das bereits seit 2009 nicht mehr betriebene Kernkraftwerk Krümmel hat nach einer Änderung des Atomgesetzgebers vor rund zwei Jahren die Erlaubnis zum Leistungsbetrieb verloren. Alle abgebrannten Brennelemente in Krümmel befinden sich im Zwischenlager bzw. im Brennelementlagerbecken. Der Reaktordruckbehälter ist brennelementfrei und verschlossen.

Eine Bewertung des Hochwasserschutzes des Kernkraftwerks Krümmel wurde zuletzt im Anschluss an die Atomkatastrophe von Fukushima durchgeführt. Die Reaktor-Sicherheitskommission des Bundes stellte fest, dass über die bereits getroffenen Schutzvorkehrungen hinaus keine weitergehenden Maßnahmen erforderlich sind.

PM: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume



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